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LE02: Portfolio-Arbeit

Mittels Portfolio-Arbeit wird Ihnen in diesem Seminar die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt, aktiv und kontinuierlich im Seminarverlauf Ihre Arbeitsweise und -ergebnisse, Erfahrungen und Lernerfolge - und vielleicht auch Misserfolge - zu dokumentieren und zu reflektieren.

  • Umfang des Portfolios: 14.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen / exklusive Abbildungen, Bilder ect.).
  • Das Portfolio besteht aus zwei Teilen.
  • Den ersten Teil (10.000 Zeichen) schreiben Sie bis zum 31.01.2024 auf Mahara. Hierzu erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung. Danach können Sie Detlef Kanwischer bzw. Leon Fuchs die Zugangsberechtigung zu Ihrem Portfolio auf Mahara entziehen.
  • Den zweiten Teil (4.000 Zeichen) schreiben Sie bis zum 29.02.2023. Diesbezüglich bitten wir Sie, in eine Art Selbstgespräch zu treten und folgende Frage zu beantworten: „Welche fachlichen, didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten müssen Sie aus Ihrer Sicht in Ihrem Studium in Bezug auf Geomedien noch fördern und wie wollen Sie dies erreichen?. Wenn Sie dieses Selbstgespräch schriftlich festgehalten haben, dann informieren Sie Detlef Kanwischer bzw. Leon Fuchs per Mail, dass das Selbstgespräch durchgeführt und schriftlich festgehalten wurde. Wenn wir diese Information von Ihnen erhalten haben, dann stellen wir Ihnen den Teilnahmenachweis aus.
  • Eine Verlängerung der Abgabefristen sowie neue Abgabetermine müssen per E-Mail bei Detlef Kanwischer oder Leon Fuchs angezeigt werden.

Inhalte der Lerneinheit

  • Einführung in die Portfolio-Arbeit mit der E-Portfolio-Umgebung „Mahara“
  • Portfolio als Teilnahmenachweis
  • Bestandteile Ihres prozessbegleitenden Arbeitsportfolios

Materialien

Lernergebnisse und Kompetenzen

  • Sie kennen die Grundzüge und Formate einer Portfolio-Arbeit.
  • Sie kennen Aufbau und Gliederung des von Ihnen geforderten digitalen Arbeitsportfolios.
  • Sie können mit Hilfe der Anwendung „Mahara“ ein eigenes E-Portfolio erstellen.
  • Sie können den Reflexionszirkel von Reinders und Hillesheim auf Ihre Lernerlebnisse und Lernerfahrungen anwenden und im Rahmen des Portfolios umsetzen.
  • Sie können Vor- und Nachteile einer Portfolio-Arbeit im Allgemeinen diskutieren und im Kontext Ihrer eigenen Portfolio-Arbeit reflektieren.

Einführung in die Portfolio-Arbeit

Starten wir zunächst mit einer einfachen Definition: „Ein Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten (=Artefakte), welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenden auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Die Sammlung muss die Beteiligung der/des Lernenden an der Auswahl der Inhalte, den Kriterien für die Auswahl, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschließen“ (Häcker 2006).

Es gibt viele verschiedene Anlässe und Formen für den Einsatz eines Portfolios, z.B. ein studienbegleitendes Portfolio, ein Prüfungsportfolio, ein Bewerbungs-/Zulassungsportfolio oder ein Lehrportfolio für Dozierende. Zusammengefasst soll die Portfolio-Arbeit in unserem Seminar dazu dienen, Ihren Arbeitsprozess zu dokumentieren und zu reflektieren, um Ihren individuellen Lernprozess für Sie selbst sowie für mich sichtbar zu machen. Bewertet werden sowohl die Dokumentation Ihres Arbeitsprozesses als auch die Darstellung der Produkte Ihre Arbeit. Durch das Aufschreiben erster und zweiter Eindrücke und Lernerfahrungen werden Spuren der durchlaufenen Lern- und Arbeitsphasen gesichert. Auch wieder verworfene Ideen, Vorstellungen und Einsichten sollen sichtbar gemacht werden. Es sind vor allem folgende Punkte, die mit der Portfolio-Arbeit gefördert werden:

  • Individualisierung des Lernprozesses durch gezielte Selbststeuerung und Reflexion
  • Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Dokumentation von Lern- und Arbeitsergebnissen
  • Emanzipation und Mündigkeit in Bezug auf die Auswahl, Darstellung und Gestaltung von Prüfungsinhalten
  • Multiple digitale Darstellungsmöglichkeiten für multiple digitale (Geo-)Medienartefakte

Darüber hinaus finden Sie viele weitere Argumente für den Einsatz von E-Portfolios in der Basislektüre.

Basislektüre

  • Barrett, H. (2009): Balancing the two faces of ePortfolio. Internet: Externer Link (8.04.2019).
  • JISC (2008): Effective Practice with e-Portfolios. Bristol. Internet: Externer Link (8.04.2019).

Hungry Minds

  • Bräuer, G. (2014): Das Portfolio als Reflexionsmedium für Lehrende und Studierende. Opladen & Toronto (UTB).
  • Häcker, T. (2006): Portfolio: ein Entwicklungsinstrument für selbstbestimmtes Lernen. Eine explorative Studie zur Arbeit mit Portfolios in der Sekundarstufe 1. Baltmannsweiler (Schneider Verlag).
  • Koch-Priewe B., Pineker A., Leonhard T., Störtländer J.C. (2013): Portfolio in der LehrerInnenbildung: Konzepte und empirische Befunde. Bad Heilbrunn (Klinkhardt).
  • Denner, L. & Gesenhues, D. (2013): Professionalisierungsprozesse im Lehramtsstudium – eine explorative Studie zu Analyse, Interpretation und Handlungsoption. In: R. Bolle (Hrsg.): Professionalisierung im Lehramtsstudium . Schulpraktische Kompetenzentwicklung und theoriegeleitete Reflexion: 59-119. Leipzig (Leipziger Universitäts-Verlag).
  • Leonhard, T. (2008): Professionalisierung in der Lehrerbildung: eine explorative Studie zur Entwicklung professioneller Kompetenzen in der Lehrererstausbildung. Berlin (Logos-Verlag).
courses/studierende/l/s-fachdidaktik/lerneinheit/le02.txt · Zuletzt geändert: 2024/01/14 14:53 von maob